CH · Schweizer Anforderungen

Was ein ERP in der Schweiz können muss

Die folgenden Punkte entscheiden, ob ein System in der Schweiz einsetzbar ist. Wir haben sie hier zusammengestellt, damit Sie ein Angebot — unser eigenes eingeschlossen — daran prüfen können. Und weil die Frage danach immer kommt: unten steht offen, wo wir bei jedem Thema heute stehen, inklusive dessen, was noch nicht fertig ist.

MWST: Methode, Sätze, Abrechnung

Steuerpflicht ab 100 000 Franken weltweitem Umsatz. Danach die Wahl zwischen effektiver Methode und Saldosteuersatz, mit Normalsatz 8,1%, reduziertem Satz 2,6% und Sondersatz 3,8% für Beherbergung. Ein ERP muss beide Methoden abbilden, die Abrechnung aus den Belegen herleiten und die Bezugsteuer bei Leistungen aus dem Ausland korrekt behandeln.

Buchführung nach OR

Kontenplan, Journal, Abschluss und Aufbewahrung nach Obligationenrecht — Belege und Bücher über zehn Jahre nachvollziehbar. Für Gruppen zusätzlich: mehrere Gesellschaften getrennt führen, aber konsolidiert auswerten können.

QR-Rechnung

Seit Oktober 2022 ist die QR-Rechnung der Zahlungsstandard; Einzahlungsscheine gibt es nicht mehr. Praktisch heisst das: Rechnungen mit Swiss QR Code, Referenz je nach Bankverbindung, und beim Zahlungseingang die automatische Zuordnung über die Referenz statt Suchen im Kontoauszug.

eBill und Zahlungsverkehr

Rechnungen direkt ins E-Banking des Kunden, Zahlungsaufträge und Kontoauszüge im ISO-20022-Format. Der Wert liegt nicht im Versand, sondern im Abgleich: offene Posten, die sich ohne manuelles Nacharbeiten schliessen.

Lohn und Sozialversicherungen

Lohnabrechnung, AHV, Unfall- und Krankentaggeldversicherung, Quellensteuer, Lohnausweis, und die elektronische Meldung an die Ausgleichskasse. Wer Lohn nicht im ERP führt, braucht mindestens eine saubere Schnittstelle zur Buchhaltung.

Mehrwährung und Sprachen

CHF als Buchungswährung, EUR im Verkauf oder Einkauf, Kursdifferenzen im Abschluss. Und der Alltag: Belege für den Kunden auf Deutsch, Französisch oder Italienisch, aus demselben System.

Wo wir heute stehen

ThemaStand
Swiss QR-Rechnung (QR-bill)
Als Plugin vorhanden und funktionsfähig; wird pro Mandant aktiviert.
verfügbar
MWST-Abrechnung
Auf den offiziellen ESTV-Formularen spezifiziert (Sätze 8,1% / 2,6% / 3,8%, effektive Methode und Saldosteuersatz).
in Umsetzung
Buchhaltung nach OR (CH-Kontenrahmen)
CH-Ledger wird auf einem Testmandanten aufgebaut.
in Umsetzung
Mehrwährung CHF / EUR
Vorhanden im Modell; den Stand für Ihren Fall zeigen wir im Demo.
teilweise
eBill
Noch nicht umgesetzt.
geplant
Lohn und Swissdec-Meldungen
Noch nicht umgesetzt; heute über Schnittstelle zur Lohnlösung.
geplant

Stand: August 2026. Wir schreiben hier auch das hin, was fehlt — ein Anbieter, der alles kann, ist in der Regel derjenige, der es später erklärt.

Häufige Fragen

Ist AgReSy ein Schweizer Produkt?

Das Produkt wird von einem Team in Rumänien entwickelt; Vertragspartnerin für Schweizer Kunden ist eine Gesellschaft der Gruppe im Kanton Zug. Vertrag, Rechnung in CHF und Ansprechpartner bleiben damit in der Schweiz.

Können die Daten in der Schweiz bleiben?

Ja. Die Plattform kann in einer privaten Umgebung oder On-Premise betrieben werden, also auch in einem Schweizer Rechenzentrum. Das ist eine Betriebsvariante, kein Zusatzmodul.

Wie lange dauert eine Einführung?

Das hängt davon ab, wie viele Prozesse abgebildet werden und in welchem Zustand die Altdaten sind. Weil konfiguriert und nicht programmiert wird, ist der erste produktive Bereich üblicherweise in Wochen erreichbar, nicht in Quartalen. Eine belastbare Aussage machen wir erst nach dem Prozessgespräch.

Was kostet AgReSy für ein KMU mit 20 Mitarbeitenden?

Lizenziert wird pro Organisation und nach Modulumfang, nicht pro Benutzer — zusätzliche Mitarbeitende erhöhen die Lizenz also nicht automatisch. Die Grössenordnung für Ihren Fall erhalten Sie aus dem Kostenrechner oder im Gespräch.

Arbeitet unser Treuhänder mit im System?

Ja, das ist der vorgesehene Fall: Betrieb und Treuhand arbeiten mit unterschiedlichen Rechten im gleichen Datenbestand, statt Daten zwischen zwei Systemen hin und her zu schicken.

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